Ignatius Geitel

Ignatius Geitel (1913 – 1985) war ein Maler und Glaskünstler aus Bochum. Er studierte u. a. an der Essener Folkwangschule und war 1932 Meisterschüler von Heinrich Dieckmann in Trier. Nach dem Krieg gehörte Geitel zu den bedeutenden Bochumer Künstlern; 1952 gründete er die Künstlervereinigung „Hellweg" und wurde 1954 von der New York Times zu Ausstellung und Filmportrait in die USA eingeladen. Er erhielt besonders in den 1950er und 1960er Jahren zahlreiche Aufträge, die sein Werk im öffentlichen Raum sichtbar machten: so schuf er mit dem Mahnmal „Niobe" auf dem Hauptfriedhof ein großes Glasmosaik (1954), gestaltete das Keramik-Reliefbild am Walter-Gropius-Berufskolleg am Ostring (1954/55) und schuf zahlreiche Glasbilder für Kirchen und profane Gebäude: zum Beispiel in der Heilig-Geist-Kirche Bochum-Harpen, die Treppenhausverglasung des ehemaligen Stadtwerkehauses, „Klebeglasfenster" im Erfrischungsraum Kaufhaus Kortum (1954), sowie die Treppenhäuser diverser Schulen. Dabei reichte seine Gestaltung von klassisch-figürlichen Darstellungen über zunehmend grafische Formen bis zur völligen Abstraktion; laut Sepp Hiekisch-Picard zählt er zu den wichtigsten Glaskünstlern der Region. Später wandte sich Geitel vermehrt der Malerei zu und stellte ab 1968 regelmäßig in seinem Privathaus aus; 1988 würdigte ihn das Kunstmuseum Bochum mit einer Retrospektive.

Fische

Ignatius Geitel

Glasmalerei, 40 x 30 cm

Fische - Ignatius Geitel

Blühende Zweige

Ignatius Geitel

Tempera, 270 x 110 cm

Blühende Zweige - Ignatius Geitel